Piercing, Tattoo, Intimschmuck, Zahnschmuck, amtsärztlich geprüft, Doctor Mad, Aschengschwandtner, Linz
Ein weiters sehr wichtiger Punkt sind die

Materialien
welche beim "Piercen" zur Erstimplantation verwendet werden, um eine best mögliche Abheilung zu ermöglichen und welche, die nachher getragen werden können.
IMPLANTAT-STAHL TITAN HOLZ KNOCHEN
ELFENBEIN HORN PLEXI ACRYLIC GOLD
PLATIN PTFE oder PMFK Kontakt Amtsarzt Zeitungsartikel

ALLGEMEIN
Materialien (Legierungen) welche mit dem menschlichen Körper bei einem Ersteinsatz in Kontakt kommen, also bis zur Epithelisierung (Bildung begrenzter Zell-(Haut-)schichten / Wundheilung) im Stichkanal verbleiben, dürfen einen maximalen NICKELgehalt von 0,05% aufweisen. Dieser gilt nach führender Expertenmeinung als unbedenklich.
In der modernen Medizin und in der implantierenden Chirurgie werden unterschiedliche körper- und hautverträgliche Metalllegierungen z.B. für Knochenverschraubungen, Gelenksimplantate, Herzschrittmacher, u. v. m. verwendet.
Bei diesen Legierungen steht die Korrosionsbeständigkeit, Nickelanteil und mögliche Nickelabgabe und die gesamte Biokompatibilität im Vordergrund, weil die, aus diesen Materialien gefertigten Implantate zum langfristigen Verbleib im und am menschlichen Körper Verwendung finden.
Selbstverständlich ist die Hygiene vor dem Einsatz ein sehr wichtiger Aspekt und es sollte oder besser muss darauf ge8et werden, dass jegliche Art von Materialien, welche eingesetzt werden steril sind.
Weiter geht es mit den unterschiedlichen Materialien, welche zur Erzeugung von Piercingschmuck verwendet werden.
IMPLANTAT-STAHL
Implantat-stahl ist auch für Piercing ein sehr geeignetes Material, da seine Beschaffenheit und Eigenschaften in verbindlichen Richtlinien und Vorschriften geregelt sind. Eines der sehr zu empfehlenden Materialien ist IMPLANTANIUM.
Es weist eine annähernd 1000%ig höhere Korrosionsbeständigkeit auf als der Chirurgenstahl 316LVM, hat eine bis zu 150% geringere Nickelmasse, als das in den EU-Nickel-Richtlinien definierte Maximum, eine bis zu 500% geringere Nickelabgabe, ist also nach ISO 10993-5 auf seine Biokompatibilität geprüft und somit als Material für einen Ersteinsatz beim Piercen weltweit anerkannt.
TITAN
zählt, neben Niobium, Platinum, Tantalum und Zirconium, zu den 5 verträglichsten Elementen bez. Metallen.
Zu beachten ist allerdings der entsprechende Grad des Titans da nicht alle Grade verträglich und zum Ersteinsatz zugelassen sind. Hier wird von Experten besonders der Einsatz von Grad 23 Titan(G23Ti, auch Ti6AL4V Eli) empfohlen, weil dieser Grad nach internationalen Untersuchungen die beste Verträglichkeit aufweist, ebenso den höchsten Standard bei medizinischen Materialien erreicht und somit auch bei chirurgischen Implantaten Verwendung findet.
Darüber hinaus ist zu bemerken, dass Titan einen großen Vorteil gegenüber anderen Materialien hat, durch sein geringes, spezifischen Gewicht und die unzähligen Farbtöne in dem es produziert werden kann.
HOLZ
wird in der Erzeugung von Piercingschmuck schon seit Urzeiten verwendet. Besonders gut eignen sich Edelhölzer, welche sehr hart sind und nicht leicht splittern.
Es wurden und werden immer noch Schmuckstücke für die Ohren, das Septum und den Genetalbereich gefertigt.
Holz hat natürlich den Vorteil, dass es bei seiner Verträglichkeit (Biokompatibilität) keine Probleme aufweist.
Zu einem Ersteinsatz kann man aber heute nicht mehr anraten, nachdem andere, metallische Materialien, für diesen Zweck besser geeignet sind.
KNOCHEN
Ähnlich wie bei Holz sind auch die Knochen schon sehr lange in Gebrauch bei der Erzeugung von Piercingschmuck.
Es werden dabei Knochen verwendet, welche nicht porös sind und sehr hart.
Diese weisen die optimalen Eigenschaften für die Erzeugung von Schmuck auf.
Für den Ersteinsatz aber in keinem Falle zu empfehlen, da diese Knochen sehr lange gelagert oder sterilisiert sein sollten. Ansonsten kommt es zur Sepsis.
ELFENBEIN
Elfenbein ist natürlich eines der optimalsten, natürlichen Materialien zur Piercingschmuckerzeugung.
Es hat die Vorzüge der Härte, der Beständigkeit und reagiert nicht mit dem menschlichen Körper.
Man sollte es aber auch nicht zum Ersteinsatz verwenden.
Man sollte darauf 8ten, dass es Mammutelfenbein ist oder Elfenbein aus kontrollierten Entfernungen der Stosszähne der Elefanten um den Wilderern in Afrika und Indien das Leben zu erschweren.
HORN
Eignet sich auch gut zur Piercingschmuckerzeugung.
Es werden meist Earplugs oder Dorne bzw. Krallen für die Ohren gefertigt.
Nicht zum Ersteinsatz geeignet.
PLEXI
Aus Plexiglas werden heute meist Earplugs oder Stäbe gefertigt, welche in aufgedehnte Hautregionen eingesetzt werden.
Die Biokompatibilität lässt einen Ersteinsatz nicht zu empfehlen.
ACRYLIC
Aus diesem Material werden seit den 90ern verschiedene Piercingschmuckstücke gefertigt.
Die Beschaffenheit lässt sich so gestalten, dass diese Schmuckstücke bei UV Licht leuchten.
Ein Ersteinsatz ist nicht zu empfehlen.
GOLD
Weiß- oder Gelbgold ist eines der best verträglichsten Materialien, wenn es richtig legiert ist.
Das heißt, es sollte in jedem Falle für einen Ersteinsatz 18 karätiges Gold sein. Es sollten also mindestens 750 Teile von 1000 Teilen Gold sein und der Rest Legierungselemente, wobei darauf ge8tet werden muss, dass die Legierungselemente auch biokompatibel sind.
Das bedeutet, dass Gold nicht gleich Gold ist und dass man darauf 8ten sollte, wo man seinen Schmuck kauft, da es ansonsten auch bei "echtem" Gold zu bösen Überraschungen kommen kann.
PLATIN
Platin ist eines der 5 verträglichsten Elementen dieser Erde.
Es ist allerdings auch ein sehr teures Element und aus diesem grund wird auch nicht sehr viel Piercingschmuck erzeugt aus Platin.
Es wird wegen seiner hohen Biokompatibilität allerdings in der implantierenden Chirurgie sehr viel verwendet. Also falls sie an einer Knochenpartie zusammengeschraubt sind und diese Implantate herausbekommen, werfen sie diese nicht weg, auch wenn sie noch so schlechte Erinnerungen wecken.
PTFE (Polyetrafluorethylen) &
PMFK (Polyethylen, medizinisch flexibler Kunststoff)
ist ein erstaunlich biokompatibles Material.
Es ist ein thermoplastischer Kunststoff, welcher sich hervorragend zum dauerhaften tragen unter der Haut eignet.
Aufgrund seines antiadhäsiven Verhaltens (Oberfläche sehr glatt & gleitfähig), bleiben keine Fremdsubstanzen wie z.B. Wundsekrete an ihm haften und dieser Werkstoff wird auch nicht von aggressiven Substanzen angegriffen.
Dieses Material wird in der Chirurgie häufig zu Korrekturen im Gesichtsbereich, Mittelohroperationen und als Ersatzblutgefäße (Venen) verwendet.
Es ist auch zum Piercen ein Optimaler Werkstoff, nachdem es sehr leicht und flexibel ist. Es lässt sich ohne weiteres bei Temperaturen zwischen -200°c bis +260°c verwenden und ist somit auch sterilisierbar.
Also auch zum Ersteinsatz bestens geeignet.